Abstrakte Fotografie und Freie Graphitmalerei – Lyrische Abstraktion und Tranzydelische Fiktion – Wirklichkeit, Wahrnehmung, Realität und Vorstellung

BerHWolf • Abstrakte Fotografie

Wirklichkeit, Wahrnehmung und Realität

Lyrische Abstraktion mit den Mitteln Entfesselter Fotografie

Vorbemerkung

Ich verwende den Begriff „Lyrische Abstraktion“, weil er eine nützliche und grobe Zuordnung zu einer bestehenden Stilrichtung des Abstrakten ermöglicht, in deren Beschreibung meine abstrakte Fotografie auf einer allgemeinen Ebene eine recht gute wenn auch sicher nicht erschöpfende Entsprechung findet.

Unabhängig davon hätte ich ansonsten Begriffe wie lyrische oder poetische Abstraktion für meine Werke erfunden, ebenso wie auf einer technischen Ebene „Direkte Abstraktion“ oder allgemein „Intuitive Abstraktion“ im Sinne von unmittelbar, oder „Reine Abstraktion“ im Sinne von unbeeinflusst, oder „Transformierende Abstraktion“; wohl wissend, dass diese Begriffe auch schon in Verwendung sind.

Das gleiche gilt für den Begriff „Entfesselte Fotografie“.
In dem von mir beschriebenen Zusammenhang scheint er bisher aber nicht gebräuchlich zu sein.

Und was sind schon Begriffe.

Warum mache ich das alles?
Es ist meine Art Wahrnehmung, Gefühle und Gedanken zu formulieren – im Falle der Bilder sogar zum Ausdruck zu bringen – Wirklichkeit und Realität zu assimilieren.
Die gegenständliche, realistische ... statische Darstellung erscheint mir ... zu laut ...
In der Dynamik, der Bewegung, der Abstraktion ist meine Wahrnehmung ... klarer.
Warum öffentlich?
Das ist ein inhärenter Bestandteil des Prozesses.

So ist auch der folgende Text kein Konzept für meine abstrakte Fotografie, sondern der Versuch einer Bewusstwerdung über diese und eine Beschreibung des Prozesses von der Inspiration zur Aufnahme zum fertigen Bild.

Die Wahrnehmung der Wirklichkeit und die Existenz der Realität sind unabhängig von visuellen Befähigungen.

Mit dem Begriff Wirklichkeit bezeichne ich in diesem Text alles was uns umgibt, alles was auf uns wirkt.
Mit dem Begriff Realität bezeichne ich in diesem Text die Wirklichkeit und alles was in unserer Vorstellung ist.


Lyrik und Poesie der Abstraktion

Die mich visuell faszinierenden Situationen zeichnen sich durch eine intensive Wirkung des Lichts aus und wecken überraschend ein Gefühl der Erinnerung und des Wiedererkennens.

Ein vertrauter Moment, durch dessen Magie ich mich bewusst gerne gefangen nehmen lasse und der das Potential für eine entfesselte Aufnahme hat.
Auf diesen Moment und die Szenerie ist meine ganze Aufmerksamkeit gerichtet.
Der kreative Kick.

Ich gestalte, konstruiere oder verändere die Szenerie nicht.
Sie spricht mich an so wie sie ist, für andere oft verborgen, gewöhnlich und – „scheinbar“ – unscheinbar.

Durch die Fotografie versuche ich die Faszination und Magie dieses Augenblicks festzuhalten und meine Wahrnehmung der im Licht betonten konkreten Fragmente äußerer Wirklichkeit zu transformieren in eine mir eigene sinnlich, poetisch überhöhte Realität – eine lyrische Abstraktion dieser Fragmente.

Die ursprüngliche Situation ist der Auslöser, das Tor zu dieser erweiterten Wahrnehmung der Wirklichkeit – der Kulisse der Realität.
Die Fragmente verlieren dabei ihre ursprüngliche Objekthaftigkeit, Funktionalität und Bedeutung, und werden zum visuellen Medium einer noch abstrakten Realität neu wahrzunehmender Objekte und Gefühle.

Diese neue Realität erschließt sich nicht durch einen nur flüchtigen lüsternen Blick, ebenso wenig wie sich einem ein anderer Mensch durch einen nur flüchtigen Kontakt erschließt.


Fotografie und Abstraktion

Meine Aufnahmen entstehen nicht durch Langzeitbelichtung sich bewegender leuchtender Objekte oder durch Mehrfachbelichtungen, auch wenn manche Bilder bei oberflächlicher Betrachtung so erscheinen mögen.

Ich bewege keine Leuchtkörper vor der Kamera um Leuchtspuren aufzunehmen.
Ebenso geht es mir bei meinen Aufnahmen nicht darum Objekte verschwommen oder verwischt und dadurch bis zu einem gewissen Grad abstrahiert, aber dennoch als jene Objekte erkennbar abzubilden.

Es geht mir auch nicht darum vorhandene Lichtszenarien wiederzugeben oder durch Loslösung aus ihrem Bezugssystem abstrakt wirkende Ausschnitte und Detailsituationen oder Lichteffekte wie zum Beispiel Verzerrungen, Flimmern und Spiegelungen im oder durch Wasser hindurch – oder um Feuer oder Wolkenformationen – , deren Fotografie keine Abstraktion durch den aktiven Prozess der Fotografie bewirkt, sondern eine Abbildung einer von sich aus abstrakt wirkenden Situation ist; eine passive Abstraktion.

Ich abstrahiere auch nicht durch nachträgliche Bearbeitung und Verfremdung der Aufnahme – weder analog noch digital – und ich erzeuge keine Abstraktion des Gegenständlichen als solchem – der Begriff selber schon eine Abstraktion – durch freie Kombination vom Gegenständlichen abstrahierter Eigenschaften, z.B. mit den Mittel rein Software basierter Bilderzeugung.
Für die Bilderzeugung benutze ich ja die Kamera.

Mein Ziel ist die vollständige Transformation der visuellen Wahrnehmung der Situation durch Abstraktion mittels direkter und aktiver Fotografie.
Die Überführung der schon mit Bedeutung und Beziehung versehenen abstrakten Fragmente, allgemein bekannt als vertraute konkrete Gegenstände der Wirklichkeit, in abstrakte Fragmente vorerst unbekannter neuer Bedeutung und Beziehung.

Ich abstrahiere – entferne – nicht, um eine visuelle Verallgemeinerung der Situation zu erreichen, sondern um die Wahrnehmung von etwas völlig neuem zu ermöglichen.


Abstrakte Fotografie - Technik

Die tatsächlichen Belichtungszeiten liegen meist bei weit unter einer Sekunde, während derer die Kamera - eine Kleinformat DSLR – gezielt bewegt und nicht starr auf das Motiv ausgerichtet ist.

Bei dieser entfesselten Fotografie – befreit von der „Auge-Okular-Spiegel-Objektiv-Motiv“ Fessel, oder allgemeiner definiert der „Auge-Kamera-Motiv“ Fessel – entsteht das Bild durch die spezielle Bewegung und Handhabung der Kamera, den für die jeweilige Aufnahme angepassten Parametern und dem ausgewählten Einsatz der technischen Möglichkeiten und Eigenheiten der Kamera.

Die Bewegung ist im Ansatz bewusst und präzise und so weit möglich kontrolliert ... ähnlich einem Pfeilwurf, dessen Flug nie vollständig kontrolliert werden kann.
Dies erfordert Konzentration und Körperbeherrschung – ebenso wie bei einem Pfeilwurf.
Und nein, ich werfe die Kamera nicht – sie verlässt nie meine Hand.

Es entsteht in einem Prozess von Iteration, Feedback und Anpassung eine Reihe von Aufnahmen bis die richtige „im Kasten“ ist, oder zumindest zu sein scheint.
Ich bemühe jetzt nicht noch einmal die Analogie zum Pfeilwurf.
Oft breche ich ab, weil es mir nicht gelingt die Situation in gewünschter Weise einzufangen – oder ich jedenfalls im Moment diesen Eindruck habe.

Letztendlich beurteilen lassen sich die Aufnahmen erst in der anschließenden Entwicklung.
Dabei kann es vorkommen, dass eine gut geglaubte Aufnahme sich als unbrauchbar erweist, oder umgekehrt ich in einer abgebrochenen Reihe ein herausragendes Bild entdecke.


Lyrik und Poesie der Abstraktion II

Der ganze Prozess – die Aufnahme und die folgende Entwicklung – ist primär von Erinnerung, Gefühl und Emotion oder besser Intuition geleitet und weniger durch Rationalität; abgesehen vom technisch notwendigen.
Bei der Aufnahme ergeben sich dadurch zu einem Teil sehr spontan Bilder – so spontan dass ich bei einigen Aufnahmen später beim Sichten und Entwickeln nicht mehr genau feststellen kann, wie, wo und was ich ursprünglich fotografiert habe.

Zufall und Notwendigkeit gehören jedoch zum Konzept.
Das Wissen um die ursprünglich aufgenommene Situation ist nicht relevant oder sogar von Nachteil.
Die gelungene Transformation ist das Entscheidende.
Die Transformation der Visualisierung des Wirklichen, Greifbaren, Erkennbaren in die Vision des Nicht Greifbaren, Abstrakten – eines nicht minder realen Gefühls.
Das Eine wie das Andere verwurzelt in der Realität der Dinge.


Abstrakte Fotografie - Methode und einer kleiner Exkurs

Die durch diese Fotografie erzeugten Abstraktionen könnten prinzipiell auch durch manuelle indirekt bildgebende Methoden erreicht werden, wie z.B. der Malerei.

Es wäre jedoch keine Abstraktion die dadurch entsteht, dass Gegenständliches geplant abstrahiert wird oder nicht naturalistische Stilmittel frei komponiert oder entsprechende optische Eindrücke in der Vorstellung visualisiert werden.

Wollte man diese durch Fotografie erzeugte Abstraktion und den dort hin führenden Prozess mit den Mitteln manueller Methoden nachempfinden, müsste man einen entsprechenden visuellen Eindruck durch Bewegung der Augen und des Kopfes oder des gesamten Körpers erzeugen und direkt abbilden.

Da man diesen visuellen Eindrucks jedoch im Moment der Bewegung nicht unmittelbar umsetzen kann, sondern nur aus der Erinnerung, lässt sich manuell eine vollständige Analogie nicht erreichen.

Zwischen Erinnerung und indirekter manueller Wiedergabe steht immer die intellektuelle oder emotionale, bewusste oder unbewusste Interpretation.
Augen, Kopf, Hände.

So würde ich diese Art der durch die Kamera und deren Handhabung erzeugten Abstraktion, die durch diese Fotografie unmittelbare Abstraktion der Wirklichkeit, als direkte, intuitive oder reine Abstraktion bezeichnen.

Die Auswahl der Situation, das kompositorische Abschätzen dieser und der geeigneten Handhabung der Kamera sowie die Selektion des Bildes, unterliegen jedoch ebenso Augen, Kopf und Händen.
In dieser Hinsicht ist auch jede Fotografie immer subjektiv, abstrahierend und interpretierend.

Deshalb ...
Fotografie bildet die Wirklichkeit genauso wenig wahr ab wie eine manuell erstellte Abbildung.

Fotografie kann den durch unsere Augen vermittelten visuellen Eindruck, unsere visuelle Wahrnehmung, nur etwas genauer nachahmen als dies mit manuellen Mitteln möglich ist, da der Fotoapparat auf den optischen Prinzipien des Auges basiert und der Weg vom Abzubildenden zum Abbild direkter ist als bei manueller Abbildung.
Das ist alles.
Ein scheinbar rein quantitativer Unterschied.

In Hinsicht auf Geruch und Haptik einer Fotografie und z.B. einer Ölmalerei gibt es natürlich qualitative Unterschiede, welche wiederum genau zur eigenen Wirklichkeit eines Bildes beitragen.

Jede Betrachtung einer Abbildung unterscheidet sich fundamental von der visuellen Wahrnehmung der abgebildeten Situation mit eigenen Augen schon deshalb, weil eine Abbildung zweidimensional ist.

Aktuelle sogenannte 3D Techniken versuchen zwar immerhin die Illusion einer räumlichen Wahrnehmung zu erzeugen.
Und bedingt durch die spezielle Handhabung der Kamera erzeugen auch einige meiner Aufnahmen einen minimalen holografischen Eindruck, wenn man die fertigen Drucke in einem entsprechenden Winkel und Entfernung betrachtet.

Eben diese Betrachtung einer Abbildung erfolgt jedoch in jedem Fall in einer neuen eigenen diese Betrachtung beeinflussenden Situation.
Das Bild und die Abbildung selbst haben ihre eigene Realität und Wirklichkeit unabhängig vom Abgebildeten; ebenso wie eine Plastik, bei der es anscheinend leichter fällt, diese als eigenständiges Objekt zu betrachten, losgelöst von dem was sie darstellt.

Und wer würde gerne Musik hören, die versucht unsere Umgebungs- und Alltagsgeräusche nachzuempfinden.
Musik scheint fast völlig losgelöst von der Wirklichkeit außerhalb ihrer selbst.
Aber wir lieben ganz offensichtlich visuelle Abbildungen des uns Umgebenden – so nah wie möglich an dem, was wir auch mit unseren eigenen Augen wahr nehmen, oder sogar näher.

Und auch die visuelle Wahrnehmung mit den eigenen Augen ist nichts weiter als die Interpretation eines virtuellen durch jeweils eine einzelne Linse auf die Augennetzhaut projizierten Bildes; prinzipiell das gleiche Bild, das auch durch eine fotografische Linse auf den Film oder Chip projiziert wird.
Eines Bildes, welches durch die Bildverarbeitung im Kopf erst einmal um 180 Grad gedreht, seitenkorrigiert, weitgehend entzerrt, farb-, helligkeits- und kontrastoptimiert und in Kombination mit dem vom zweiten Auge projizierten Bild zu einem räumlichen Eindruck ergänzt wird.

Eine Verarbeitung die ursprünglich in erster Linie dazu diente und daraufhin optimiert ist, besser mit der Außenwelt interagieren zu können.

Interessant ist, dass das mit den Augen Wahrgenommene immer als vor einem liegende "Projektion" erscheint, wo doch das Bild definitiv im Kopf entsteht.

Einer Tatsache derer man sich besonders bewusst werden kann, wenn man einmal länger gezielt in eine Richtung schaut und dann die Augen schließt und das Nachbild genießt, welches dann eindeutig im Kopf und nicht mehr außerhalb lokalisiert ist.

Ebenso im Traum – wodurch die Wahrnehmung im Traum sich letztendlich von der Wahrnehmung im wachen unterscheiden lässt.

Insofern erzeugt die Fotografie wegen ihrer Direktheit prinzipiell ein ziemlich objektives Abbild der visuell wahrnehmbaren Wirklichkeit verglichen mit dem was der Verstand aus den Projektionen unserer Augen macht, wäre da nicht der Prozess der Entwicklung und Nachbearbeitung, analog wie digital.

Das abbilden dessen was man sieht mit manuellen Methoden ist also das abbilden einer oder zweier zweidimensionaler Projektionen, bzw. die zweidimensionale Wiedergabe eines räumlichen Eindrucks der im Kopf entsteht.
Und das manuelle abbilden einer Fotografie ist das abbilden zweier zweidimensionaler Projektionen einer zweidimensionalen Projektion ... ohne eine räumliche Komponente.

Weder Fotografie noch manuelle Abbildung erzeugen eine Kopie der Wirklichkeit – die visuelle Wahrnehmung selbst auch nicht – und ihr Wahrheitsgehalt lässt sich nicht allein an Hand ihrer Betrachtung ermitteln.
Vielmehr sind sie selber Bestandteil der Wirklichkeit und erzeugen wie im Falle der Fotografie maximal eine sehr gute Entsprechung unserer visuellen Wahrnehmung.

Was meinen wir nun aber, wenn wir von „naturalistischer“ visueller Abbildung sprechen also einer exakten visuellen Wiedergabe nach der Natur?
Vielleicht sollten wir besser von wahrnehmungstreuer Wiedergabe sprechen, wenn wir visuelle Abbildung der Wirklichkeit mit anderen Mitteln als unseren eigenen Augen meinen.
Visuell wahrnehmen können wir sowieso nur durch diese.

Eine exakte zwei dimensionale Projektion einer spatialen Wahrnehmung ist jedoch genauso wenig möglich wie die Projektion einer Kugelfläche auf ein Blatt Papier.

Wir bilden also entweder verzerrt ab, was im Nachhinein nicht mehr als korrektes Abbild wahrgenommen werden kann, da ein spatialer Eindruck durch eine zweidimensionale Projektion nicht erreicht wird, sondern nur durch die Wahrnehmung zweier aus verschiedenen Winkeln entstandenen Abbildungen eines Objekts , oder wir bilden es so ab wie es der Einäugige bzw. der Fotoapparat sieht.

Dies macht ebenfalls klar, dass jegliche fotografische Aufnahme, jede manuelle Wiedergabe, ja sogar die visuelle Wahrnehmung selbst eine graduelle visuelle Abstraktion der Wirklichkeit ist.

Die weitreichenden Schlussfolgerungen die sich aus all dem und speziell aus der weiteren bewussten oder unbewussten Verarbeitung dieser Projektionen durch das individuelle Nervensystem ergeben kann man sich ausmalen.
Und genau diese Verarbeitung und interpretierende Abbildung ist in vielen Bereichen erklärtes Ziel und nicht allein die objektive Abbildung des visuell Wahrnehmbaren ... die wie oben beschrieben sowieso nicht exakt möglich ist.

Mit meiner abstrakten Fotografie gehe ich einen anderen Weg der Bildgebung, weder fotografisch „naturgetreu“ abbildend noch verarbeitend im üblichen Sinne, sondern fotografisch direkt abstrahierend und transformierend.

Ein interessanter Aspekt der Entstehung digitaler Aufnahmemethoden ist in diesem Zusammenhang, dass z.B. bei einer digital aufnehmenden Kamera nun ebenfalls eine Verarbeitung der Projektion nach dem Auftreffen auf das lichtempfindliche Material stattfindet im Gegensatz zur direkten „Speicherung“ des Bildes in der chemisch reagierenden Filmemulsion.
Eine von einem Prozessor gesteuerte Verarbeitung.
Und Prozessoren existieren, weil es Nervensysteme gibt.

Deshalb ist es vielleicht auch so interessant eine Fotografie digital oder analog weiter nachzubearbeiten, wobei die Methoden digitaler Manipulation einen weitaus größeren Spielraum auf technisch einfache Art und Weise einem viel größeren Publikum zur Verfügung stellen.
Dies birgt natürlich auch die Gefahr einer größeren Beliebigkeit.
Prinzipiell war und ist Manipulation und Beliebigkeit im Einsatz der gestalterischen Mittel jedoch auch ebenso analog möglich und kein inhärentes Phänomen digitaler Technik.

In jedem Fall scheint der reinen „objektiven“ Fotografie zu fehlen, was die subjektive visuelle Wahrnehmung und die manuelle Reproduktion an Befriedigung verschaffen.


Entwicklung I

Das Sichten der Aufnahmen erfolgt an einem großformatigen kalibrierten und profilierten Grafikmonitor.
In einem ersten Durchgang selektiere ich die weiter zu entwickelnde Aufnahmen an Hand der an der Kamera voreingestellten Darstellung des RAW – dem digitalen Negativ.
Diese Einstellungen wurden so gewählt, dass die Aufnahmedaten so wenig wie möglich vorverarbeitet werden.
Mit dem RAW Format selbst ist noch keine Interpretation verbunden; in dieser Hinsicht entspricht es dem Filmnegativ neben anderen digitalen Bildformaten am meisten.

In einem iterativen Auswahlprozess mit grober Entwicklung finden weitere Selektionen statt.
Die meine Ansprüche erfüllende und am intensivsten auf mich wirkende Aufnahme wird jeweils zur abschließenden Version entwickelt.
Das Bild scheint so durch die Betrachtung, Auswahl und Entwicklung ein zweites Mal zu entstehen.

Entwicklung bedeutet in diesem Zusammenhang Anwendung von Dunkelkammertechniken in die digitale Welt übertragen – die optimale Ausarbeitung der Charakteristik der Aufnahme.

Ich nehme weder selektive ortsbezogene Korrekturen an der Aufnahme vor, noch verändere ich die Aufnahme in irgendeiner Weise strukturell wie z.B. durch Beschneiden, Montage, Entfernen oder Hinzufügen.
Ebenso wenig bearbeite und verändere ich das Bild um eine bestimmte Aussage zu erreichen.


Lyrik und Poesie der Abstraktion III

Es findet keine nachträgliche „künstl(er)i(s)che“ Aufarbeitung statt.
Die abstrakte Fotografie entsteht wie schon beschrieben beim fotografieren.
Die Selektion der einen Aufnahme unter vielen wird jedoch ebenfalls bestimmt durch die gleichen Kriterien die jeder bewussten Gestaltung zu Grunde liegen.
Die Erfüllung dieser Kriterien wird somit nie Perfektion im üblichen Sinne erreichen. Gut so.
Diese Vorgehensweise ist meine Entscheidung.
Meine frei gewählte Beschränkung, über die Aufnahm hinaus nicht weiter einzugreifen.

Und genau in dieser Hinsicht gibt es eine weitere Ebene der Betrachtung die mich fasziniert.
Trotz aller – scheinbaren – Abstraktion und der folgenden Transformation durch die Art der Fotografie bilden diese Aufnahmen eben faktisch und unverfälscht wirkliche gegenständliche Situationen ab, unabhängig davon ob ich diese erkenne oder etwas anderes Neues wahrnehme in der Transformation – direkt visuell oder indirekt emotional.

Letztendlich gilt dies für jede visuelle Wahrnehmung.
Letztendlich scheint jede visuelle Wahrnehmung zuerst abstrakt, und sie bleibt es solange bis wir etwas mit ihr verbinden, das außerhalb dieser visuellen Wahrnehmung liegt.

Und erneut ...
Jede visuelle Darstellung ist eine graduelle Abstraktion des Dargestellten, sogar die Darstellung durch unsere eigenen Augen.


Lyrik und Poesie der Deutung

Den Titel eines Bilder (er)finde ich im Lauf der Beschäftigung mit diesem beim intensiven Betrachten und dem anschließenden Treiben lassen der Gefühle und Gedanken.

Der Titel ist keine allgemeingültige Interpretation, sondern tatsächlich als Name zu verstehen, welcher nur einen Hinweis auf meine Gefühle und Sichtweise in Bezug auf das Bild zulässt oder aber diese und meinen Bildeindruck bricht.
Ähnlich wie ein Personenname lässt er jedoch nur begrenzte Aussagen über das Benannte zu.
Ebenso wie das Bild beschreibt er einen abstrakten Zusammenhang.

Entstand das Bild somit rückwärts? Ursache und Wirkung vertauscht?
Ist die Idee für das Bild die Folge der Transformation des ursprünglichen Augenblicks?
Oder waren der ursprüngliche intuitiv erfasste Augenblick und dessen Transformation die Ursache für die Idee zum Bild?

Erinnerte ich das was kommen wird?

Jeder mag sich sein eigenes Bild machen – und tut dies so oder so.

Die Nummerierung im Titel dient rein praktischen Zwecken.


Zitate

Die unter „Lies“ jedem Bild und unter „Intro“ jedem Hauptthema zugeordneten Zitate haben keinen Bezug zu den Bildern.
Durch ihre simple Existenz neben den Bildern, wird jedoch jeder der sie liest versuchen einen Bezug herzustellen.
Das ist in etwa so sinnlos wie darüber zu grübeln, was denn da ursprünglich fotografiert wurde.

Diese Pseudozitate samt ihrer Autoren sind frei erfunden, vorgetäuscht, witzig, geistreich, dumpf, sinnlos ...
All das was üblicherweise Zitate auszeichnet. Nicht notwendigerweise alles gleichzeitig.


Entwicklung II

Ich fertige die Fotografie als technisch hochwertiges Giclée Unikat auf Hahnmühle Photo Rag® Baryta – einem ausgezeichneten DFA Papier aus 100% Baumwolle – unter Verwendung eines speziell für das Papier erstellten Profils, mit einem professionellen Großformat Piezodrucker und original Pigmenttinten von hoher Lichtbeständigkeit unter Normlichtbedingungen.
Weitere Informationen zu Geräten und Materialien unter dem Menüpunkt „Tech“.

Um einen Druck zu erhalten, der mit der am Monitor entwickelten ausgewählten Version übereinstimmt ist eine erneute Feinanpassung der Entwicklung an die Eigenschaften des Druckers, des verwendeten Papiers und der verwendeten Pigmentfarbe erforderlich.
Eine Kontrolle erfolgt durch Probedrucke in Ausschnitten und im Vollformat.

Die eingesetzten Techniken, Materialien und die Qualität bei der Verarbeitung garantieren einen großen Farbraum, hohe Farbechtheit und eine sehr lange Haltbarkeit der Drucke hinter Glas und Hängung unter üblichen Lichtbedingungen im Innenraum.

Dies erlaubt eine Zertifizierung durch Epson als Digigraphie®, gekennzeichnet durch Signatur, Datum, Prägung und Zertifikat.


Bernd H. Wolfsegger

Sinnliche Eigenwelten – Fragmente der Wirklichkeit

Die Sicht meiner Fotografie

Wenn ich in Bezug auf die hier gezeigten Aufnahmen den Begriff Fotografie verwende, so ist dies wie bei der Verwendung des Begriffs Graphitmalerei für meine Zeichnungen als Hinweis auf das eingesetzte Werkzeug sowie die angewandte Technik zu verstehen.

Der Fotoapparat. Der Graphitstift.

Zeichnen mit Licht und Schatten.

Ich setze den Fotoapparat und dessen technische Eigenschaften als Werkzeug ein um Aufnahmen zu gestalten, so wie ich den Graphitstift verwende um meine Zeichnungen zu modellieren.

Die Aufnahme ist kein Abbild von Etwas, sondern das um uns herum entdeckte, gefundene Etwas ist es aus dem das Bild entsteht.

Komponiert aus scheinbar unscheinbaren Momenten in Raum und Zeit.
Fragmente abstrahiert und transformiert durch Licht und Bewegung gewobene Struktur.
Eine lyrisch poetische Abstraktion, die eine sowohl vertraute als auch fremdartige Gegenständlichkeit vermittelt.

Das Bild einer eigenen Welt, einer eigenen sinnlichen Wirklichkeit.


Zufall und Notwendigkeit

Es gibt weder Zufall noch Chaos, nur relative Wahrnehmung, Erkenntnis und Berechenbarkeit.
Somit ist nichts was wir tun zufällig, wenngleich es oftmals so erscheinen mag.
Genauso wenig ist es aber das Gegenteil, was wir uns jedoch meistens einbilden.

Es ist beides.

In dieser Hinsicht steht meine Fotografie in Bezug zum gezielt geworfenen Pfeil der ins Schwarze trifft – oder daneben je nach Sichtweise.
Im Gegensatz zum Pfeil der zur Zielscheibe getragen und ins Schwarze oder daneben gesteckt wird.

Jeder Wurf ein nicht wiederholbares Ereignis.


Die Fotografie entsteht während des Fotografierens.
Ebenso wie diese beschreibt ihr Name abstrakte Zusammenhänge.


Die trockenen technischen Fakten

Das Werkzeug mit dem ich die Fotografie gestalte ist eine digitale Spiegelreflexkamera.

Die für die Aufnahme ausgewählte Szenerie ist die vorgefundene nicht weiter veränderte Szenerie.

Das Motiv nehme ich dynamisch mit frei bewegter Hand auf.

Vom digitalen Negativ – dem RAW Format – entwickle ich ein digitales Positiv.

Das Positiv wird nachträglich weder beschnitten, montiert, konstruiert noch anderweitig grafisch oder inhaltlich verändert.

Von diesem Positiv fertige ich eine unikale Digigraphie®.


Informationen zu Entstehung, Materialien, Format und Präsentation unter den Menüpunkten "Einblick" und "Tech".


Die völlig frei, "zufällig" und spielerisch erfundenen Zitate und zeichnenden Autoren sind eben genau dies; meine Erfindungen – und stehen in keinerlei direktem Zusammenhang mit den Bildern.


Bernd H. Wolfsegger

Technisches Abstrakte Fotografie

Ich fotografiere mit einer Nikon D200 und einem Sigma 50mm F2,8 DG Makro EX / Sigma 24-70mm F2,8 DG EX.

Von der originalen Fotografie die hier verkleinert und in der Auflösung reduziert abgebildet ist, fertige ich ein registriertes Unikat in Form einer Digigraphie® auf Hahnemühle Photo Rag® Baryta im Format 109 x 73 / 73 x 109 cm - handsigniert, datiert und zertifiziert.

Präsentiert wird diese Digigraphie® in einem rahmenlosen Bildhalter der Größe A0, aufgebaut aus Alu-Dibond Rücken, Hahnemühle Einlagekarton, Passepartout in Museumsqualität und MIROGARD® Glas.

Die digitale Basis – das RAW Format mit allen Bildinformationen – wird archiviert und ist ausschließlich als Sicherung verfügbar, entsprechend dem Negativ in der Film basierten Fotografie.


Weitere technische Informationen

Entwicklung der Fotografie an einem kalibrierten und regelmäßig profilierten Eizo ColorEdge CG303W mit Adobe® Photoshop® Lightroom®.

Druck und Profilierung via Adobe® Photoshop® und din.a.x Mirage ME Pro mit einem kalibrierten Epson Stylus Pro 9900 Spectoproofer Piezodrucker und 10 hoch lichtbeständigen Epson UltraChrome HDR Pigmenttinten, unter Verwendung eines speziell für das eingesetzte Papier erstellten Profils.

Maximaler Farbumfang und Auflösung – feinste tonale Abstufungen.

Entwicklung und Druck unter Normlichtbedingungen mit JUST D50 Normlichtleuchten.

Kontrolliertes Klima in Arbeits- und Lagerraum.

Handhabung des Papiers ausschließlich mit archivgerechten Arbeitshandschuhen und nach Angaben des Herstellers.

Verwendung PAT und ISO 9706/16245 zertifizierter Materialien für Lagerung und Transport.


Bernd H. Wolfsegger

Chaos herrscht

Und wo Chaos ist, da ist natürlich auch irgendwo Harmonie, oder anders herum, je nach Schwerkraft.
Ja selbst ohne Chaos und Harmonie wäre immer noch, wenn auch nicht so vergnügt.

Karl Kobold von Freiheim "Die Chaos Phrasen", lhc. 2168

Worin manifestiert sich der Unterschied zwischen einem Loch und einer Flasche?
Nun, eine volle Flasche ist immer noch eine Flasche.
Genauso eine Flasche, wie eine leere Flasche.
Ein Loch ist nur leer ein Loch, soweit dieses Attribut hier überhaupt anwendbar ist.
Denn prinzipiell sollten wir Löcher nicht mit Vertiefungen, Schächten, Hohlräumen und anderen Öffnungen verwechseln.
Und schon gar nicht mit Flaschen.

H. Schlupft, "Existentielle Fragen ohne Antwort", Vol. I, lhc. 2222



Es gibt keine Vergangenheit.
Es ist einfach nur so, dass sich Dinge verändern.
Es gibt keine Zukunft.
Es ist einfach nur so, dass sich Dinge verändern.
Es gibt keine Gegenwart.
Es ist einfach nur so, dass sich Dinge verändern.

Xabu Iborian, lhc. 2012



Neben dem Springen von Baum zu Baum ist das Gehen die angenehmste Art der Fortbewegung.

Chapline Porsche, lhc. 2712



Soooo viele hübsche Maschinchen im Showbusiness.
Wer hat die wohl alle programmiert.
Hmmm.

Xabu Iborian nach einem Anfall von Channel Hopping, lhc. 2011



Federn auf meinem Bauch sanft gehaucht dein Kuss auf meinen Lippen erwärmt meine Gedanken in süßen bunten Schauern vibriert meine Haut sich an Dich schmiegend.

Lovetwitter, lhc. 2065



Allzu viele suchen die Sonne mit der Taschenlampe.
Aber nicht minder benutzen des Nachts eine Sonnenbrille.

Hartmuth Konstanz zu Harlem, lhc. 2274



Aber was nun, wenn alles anders wäre.
Letztendlich würde auch das nichts wesentlich ändern.

Hagen und Holtz, lhc. 2112



Im endlosen Strom unserer unterdrückten Gefühle flüchten wir zu uns selbst und finden einen schwindelerregenden Abgrund der Leere.

Juliawe Kromhagen "Nicht Wohin, sondern Wer", lhc. 2076



Ein Tunnel hat immer einen Eingang und einen Ausgang.
Mindestens.
Ansonsten wäre es kein Tunnel.

Hart von Doom "Die neuen Prinzipien der Psychologie", lhc. 2078



Du findest nur was Du suchst, und leider oft noch nicht einmal dies.

Otto Krulst, lhc. 2110



Alles was sie wissen müssen steht geschrieben.
Sie müssen es nur lesen.

Salmort III nach dem Hoch, lhc. 3401



Der erfolgreiche Versuch sich vorzustellen warum alles ist führt zwangsläufig zur Annihilation.

Holunder Tack "Dangerous Thoughts", lhc. 3054



Der Mensch ist viel zu kompliziert.
Ein Tisch hat vier Beine und ist wesentlich einfacher.

Baby Jan, lhc. 2077



Eine Klappe klappt auf und eine Klappe klappt zu.
Hat sich dadurch etwas geändert?

Hein Tranu "Fragen über Fragen", lhc. 2155



Die Richtung zeigt uns wo es lang geht.
Wenn wir den Kopf wenden sehen wir wo wir her kamen.

Enno Diibeln, lhc. 2047



In der Gülde der Nacht das Licht erwacht
Zum Schein in Ruhe zum Schweigen gebracht
Von Jeher tief im Schwarm entfacht
Schläft fein von Träumen entfacht

Scarlet Treamor, lhc. 2113



Wenn sich die Tore öffnen und die Neuen kommen, dann sieh unter Dein Bett, denn nur dort wirst Du Alles finden.

Harald von den Taum "Die Erläuchtung", lhc. 2320



Das Faszinierende ist nicht die Bewegung in der Bewegung.
Das Faszinierende, Atem beraubende, die Sinne betörende, ist der Moment in der Bewegung.
Der Moment der in Erinnerung bleibt.
Der Moment von dem aus sich alles weitere entscheidet.
In dieser Zeit ist zuviel Bewegung und zuwenig Moment.

Xabu Iborian, lhc. 2011



Eine Klappe klappt auf und eine Klappe klappt zu.
Hat sich dadurch etwas geändert?

Hein Tranu "Fragen über Fragen", lhc. 2155



Uenn se ssan is hai in se skai ei kuck mii en ei
odre in doych
van dee saw ne hoch ym Hymmle steat koch ych mear eyen eye

Babels Duden, lhc. 2099



Realität ist auch nur ein Abbild der Wirklichkeit.

Jogua Kasamut, lhc. 2214



Mein Tinitus klingt, also bin ich!

Josef Talheimer, lhc. 2066



Der Sinn des Seins?
Die Schöpfung zu vollbringen.
Wir sind die Spermien des Urknalls.
Auf dem Weg zur Eizelle ...
.... Wir sind auf dem Weg ...... auf dem Weg ........... auf dem Weg ................. auf dem Weg ........................

Alice Seneca IX. letzte Botschaft zur Eklipse, lhc. 2314

Chronologie

Das Thema ist die Chronologie des Ganzen.
Die Subthemen sind nach Jahren angelegt.
Jedes Subthema zeigt Bilder, die innerhalb eines Jahres entstanden.

2011 Chaos herrschte

Und sie wussten nicht was tun,
als sie versuchten mehr Ordnung zu schaffen.

Karl Kobold von Freiheim "Die Chaos Phrasen", lhc. 2168



Im endlosen Strom unserer unterdrückten Gefühle flüchten wir zu uns selbst und finden einen schwindelerregenden Abgrund der Leere.

Juliawe Kromhagen "Nicht Wohin, sondern Wer", lhc. 2076



Das Faszinierende ist nicht die Bewegung in der Bewegung.
Das Faszinierende, Atem beraubende, die Sinne betörende, ist der Moment in der Bewegung.
Der Moment der in Erinnerung bleibt.
Der Moment von dem aus sich alles weitere entscheidet.
In dieser Zeit ist zuviel Bewegung und zuwenig Moment.

Xabu Iborian, lhc. 2011



Ein Tunnel hat immer einen Eingang und einen Ausgang.
Mindestens.
Ansonsten wäre es kein Tunnel.

Hart von Doom "Die neuen Prinzipien der Psychologie", lhc. 2078



Menschen sterben
Sterne verglühen
Das Universum dehnt sich aus
Und ich zieh mich in mich zurück

Capsar by New Sol, lhc. 2112



Aber was nun, wenn alles anders wäre.
Letztendlich würde auch das nichts wesentlich ändern.

Hagen und Holtz, lhc. 2112



"Was soll ich sagen?"
"Am besten Du hältst erst einmal die Klappe!"
"Aber sei vorsichtig!"

Peter Rulki und Samual Rulki, lhc. 2076



Alles was sie wissen müssen steht geschrieben.
Sie müssen es nur lesen.

Salmort III nach dem Hoch, lhc. 3401



Wohin, wenn nicht weiter ?
Es geht nur weiter.
Nur in der Zukunft liegt die Zukunft.
Alles andere ist Illusion.

Rafael Klat "Die Reise durch das Leben", lhc. 2077



Denken ohne zu handeln ist wie speisen ohne zu verdauen.
An Handeln ohne zu denken will ich gar nicht erst denken.

Thomas Aldarins letzte Worte, lhc. 2052



Wenn man nichts zu sagen hat, muss man sich wiederholen.

Hans Krawatter "1000 Worte und kein Ende", lhc. 2045



Soooo viele hübsche Maschinchen im Showbusiness.
Wer hat die wohl alle programmiert.
Hmmm.

Xabu Iborian nach einem Anfall von Channel Hopping, lhc. 2011



Der erfolgreiche Versuch sich vorzustellen warum alles ist führt zwangsläufig zur Annihilation.

Holunder Tack "Dangerous Thoughts", lhc. 3054



Der Mensch ist viel zu kompliziert.
Ein Tisch hat vier Beine und ist wesentlich einfacher.

Baby Jan, lhc. 2077



Wenn das Leben ein Fluss ist, was ist dann das Ufer; und vor allem wo ?

Hans Kalruft "Von der unscharfen Analogie", lhc. 2112



Federn auf meinem Bauch sanft gehaucht dein Kuss auf meinen Lippen erwärmt meine Gedanken in süßen bunten Schauern vibriert meine Haut sich an Dich schmiegend.

Lovetwitter, lhc. 2065



Wenn du aufwachst solltest du aufstehen.
Wenn du müde bist solltest du dich schlafen legen.

Jan Hausen "Einfache Dinge", lhc. 2055



Was kann uns schlimmstenfalls geschehen? Liebe?

Jan Füllhorn "Das dunkle Zeitalter", lhc. 3077



Das Problem in dieser Welt ist nicht das Leid sondern das Leiden.

Daniel Silbermann, lhc. 2098



Kinder sind neugierig; Erwachsene sind gierig.

Jim, lhc. 2076



Der weibliche Körper ist eine effektive Gebärmaschine und der männliche Körper ist eine effektive Zeugungsmaschine.

Sammlung zweifelhafter Thesen, lhc. 2088



Wenn Du glaubst, dass mehr am Leben dran ist als für weiteres Leben zu sorgen, unterliegst der Komplexität Deines Verstandes.

Jens Tolkyen "Das wahre Leben", lhc. 2120



In der Gülde der Nacht das Licht erwacht
Zum Schein in Ruhe zum Schweigen gebracht
Von Jeher tief im Schwarm entfacht
Schläft fein von Träumen entfacht

Scarlet Treamor, lhc. 2113



Schmilzt das Reisblatt auf Deiner Zunge ist es an der Zeit.

Karin Summa, lhc. 2110



Wenn sich die Tore öffnen und die Neuen kommen, dann sieh unter Dein Bett, denn nur dort wirst Du Alles finden.

Harald von den Taum "Die Erläuchtung", lhc. 2320



Allzu viele suchen die Sonne mit der Taschenlampe.
Aber nicht minder benutzen des Nachts eine Sonnenbrille.

Hartmuth Konstanz zu Harlem, lhc. 2274

2010 Chaos mag herrschen

Aber kein Herrscher ohne Volk, welches ihm volkt.
Der König ist tot. Es lebe der König.

Karl Kobold von Freiheim "Die Chaos Phrasen", lhc. 2168



Ab einem gewissen Alter entwickelt sich das äußere Ich.
Bei dem Einen früher, bei dem Anderen später.
Alle Probleme beginnen, sobald das äußere Ich das innere Ich völlig verdrängt hat.

Dr. phil. rer. nat. Josef Krumm, lhc. 2095



Wie viele Anfänge, wie viele Enden waren schon?
Wie viele Anfänge, wie viele Enden werden noch?

Krusinus Kalemtrun, lhc. 2260



Ist es nicht ein bemerkenswerter Zufall,
dass die Dimensionen von Mond und Sonne,
sowie die Abstände von Sonne, Mond und Erde untereinander
bedingen, dass der Mond die Sonne von der Erde aus gesehen beinahe exakt vollständig verdecken kann?

Karmel Zolet, lhc. 2096



Sieh nicht nach vorn
Sieh nicht nach hinten
Sieh nicht nach oben
Sieh nicht nach unten
Sieh nicht zur Seite
Sieh!

Im Wandel der Zeit, lhc. 4022



Der Sinn des Seins?
Die Schöpfung zu vollbringen.
Wir sind die Spermien des Urknalls.
Auf dem Weg zur Eizelle ...
.... Wir sind auf dem Weg ...... auf dem Weg ........... auf dem Weg ................. auf dem Weg ........................

Alice Seneca IX. letzte Botschaft zur Eklipse, lhc. 2314



Was ist das Leben ohne den Tod ?

Kain Trontheil, lhc. 2422



Mein Tinitus klingt, also bin ich!

Josef Talheimer, lhc. 2066



Letztendlich sind wir alle Afrikaner … und Frauen … sowieso.

Rasmusen Hagen, lhc. 2067



Eine Klappe klappt auf und eine Klappe klappt zu.
Hat sich dadurch etwas geändert?

Hein Tranu "Fragen über Fragen", lhc. 2155



Du findest nur was Du suchst, und leider oft noch nicht einmal dies.

Otto Krulst, lhc. 2110



Uenn se ssan is hai in se skai ei kuck mii en ei
odre in doych
van dee saw ne hoch ym Hymmle steat koch ych mear eyen eye

Babels Duden, lhc. 2099



Fällt der Baum vom Apfel?
Nein.
Der Apfel fällt vom Baum!

Die 7 Weisheiten, lhc. 2233



Wenn die Sonne scheint wackeln die Schwäne mit ihren Schwänzen und ich esse meinen Kuchen.

Sunny Boy, lhc. 2086



Was wir nicht wissen übersteigt uns bei weitem.
Was uns aber wirklich mangelt ist das Verstehen.

Gedanken im Tank, lhc. 2219



Wie das so ist mit Parallelen, letztendlich schneiden sie sich.
Nicht selten ins eigene Fleisch.

Castor Math, lhc. 2101

2009 Chaos wird herrschen

Doch was ist Chaos ohne Ordnung?
Noch mehr Chaos?
Ein Sinn ohne Ende.

Karl Kobold von Freiheim "Die Chaos Phrasen", lhc. 2168



Die Richtung zeigt uns wo es lang geht.
Wenn wir den Kopf wenden sehen wir wo wir her kamen.

Enno Diibeln, lhc. 2047



Realität ist auch nur ein Abbild der Wirklichkeit.

Jogua Kasamut, lhc. 2214



Ein Loch zeichnet sich durch die Abwesenheit des es Umgebenden aus.
In einigen Fällen aber noch nicht einmal dies.

Dr. cron. Hartmut Cron, lhc. 2415



Sofern alles einmal begann, wird es auch enden.
Die Frage ist nur wann.
In beiden Fällen natürlich.

Gregor Reiters, lhc. 2344



Mich sanft schwebend in den Himmel erheben
um mich kreisend glückliche Bienen küssen.

Claudia Wonotov, lhc. 2022



Geht es ein bisschen schneller? Meine Träger sind am verdursten!

King Krass, lhc. 2088



Der Weg hat kein Ziel, aber definitiv zwei Richtungen, mindestens.

Hattah Last, lhc. 2019



Jedem Horizont sein Ereignis, aber lasst mich jetzt schlafen.

Henne Klikk am Vorabend, lhc. 2888



Enten die fliegen pfeifen nicht.
Jedenfalls nicht regelmäßig.

Sarah zu Konz, lhc. 2088



Neben dem Springen von Baum zu Baum ist das Gehen die angenehmste Art der Fortbewegung.

Chapline Porsche, lhc. 2712

Ausstellungen Abstrakte Fotografie

2011

Gemeinschaftsausstellungen
Meine Bilder auf der BAGL-afFAIRs 2011
BAGL-afFAIRs 2011

Berlin, http://bagl-artists.de/

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BerHWolf ⁃ Freie Graphitmalerei

Sinnliche Eigenwelten – Manifest der Vorstellung
Herbst 2012

Es dringt in mich
als Klang und Bild, Bild durch Klang,
Traum und Wirklichkeit frei durch meine Finger fließend
Bleistifte bewegend eigen artige Spuren hinterlassend

von mir
und der Welt
wie ich sie sehe
auf fast weißem Papier

Oder stelle ich mir das nur vor?

Nüchtern betrachtet

Meine Zeichnungen entstehen während des Zeichnens
Meine Fotografien entstehen während des Fotografierens

Technisches Freie Graphitmalerei

Technische Infos folgen ...

Harmonie ist in uns - Zeichnungen ab Herbst 2012

Und nicht nur in uns, sondern durch uns über uns unter uns vor uns hinter uns um uns, Du verstehst schon ...
In Harmonie ist alles möglich.
Harmonie ist alles.
Harmonie ist.
Harmonie ... Schöpfung ... und selbst Chaos ...

Nur ganz wenige haben das jemals verstanden.
Wir Delfine sind ein gutes Beispiel.

Delfin die 3., lhc. 4301



Die erste Reihe Bilder werde ich voraussichtlich im Frühjahr 2012 einstellen.
Es gibt nur diesen Dummy derzeit.



Die erste Reihe Bilder werde ich voraussichtlich im Frühjahr 2012 einstellen.
Wie gesagt, es gibt nur diesen Dummy derzeit.



Die erste Reihe Bilder werde ich voraussichtlich im Frühjahr 2012 einstellen.
Leider :-| gibt es nur diesen Dummy derzeit.

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Vita – Ein blickwinkeliger, fragmentarischer Auszug

Kindheit I

Geboren an einem sonnigen, heißen Sommertag als Nachfahre einer Prinzessin und eines Stallburschen.
(... hearsay ... „The Princess Bride“ ... Wahnsinnsbuch ...)
Meine Eltern produzierten süße eiweißhaltige französische Küsse.

Unmittelbare Vorfahren in Pommern und Österreich.
Aufgewachsen im Kreis von Eltern, Bruder, Cousins, Cousinen, Onkels und Tanten, Oma und Opa, und den Kindern aus der Nachbarschaft.

Von der Cousine (... die jüngere Ältere; s.u. ...) im Kinderwagen entführt.
(... Insider ... )

Erster Kontakt zur Malerei durch die Zauberin eine Treppe hoch mit wild wucherndem Garten und ihre beiden Kunst studierenden Töchter.
Die Faszination ihrer zarten wie hingehauchten Aquarelle, seltene florale Motive abbildend oder erfindend.
Die Faszination selbst mit Farben zu malen.
Die berührenden Pastellmalereien meiner älteren Cousine.

LEGO ! Stundenlang ...
Omnibusse und LKWs aus Pappfaltbögen von der Tankstelle montieren.
Erste Mondlandung – in einem klitzekleinen tragbaren TV in der Hitze des Sommers an der Ostsee ... und ... „Invasion von der Wega“.

Selbst verfasste teuflische Ultrakurzstory auf der Kinderseite einer Zeitung ... wundersame Vergütung per Postbote ...

An den Wochenenden zu Besuch bei meiner jüngeren Cousine.
(... älter als ich aber jünger als die Ältere ...)
Bootsfahrten auf dem Wannsee ...
Puppenspiel mit Mainzelmännchen über mehrere Etagen ...

Albern beim fröhlichen schauen von Reklame ... und ... den grandiosen, fantastischen, prägenden Les Shadoks ... Les Shadoks ... Les Shadoks ... C'est tout pour aujourd'hui ...
Alles im unglaublichen knall buntem Fernsehen ... Thunderbirds (... das Original ...) und Kalle Wirsch ...
Vertieft in Wachstiftmalereien und Dinosaurier im Heizungskeller für immer verschollen ...


Kindheit II und Schulzeit I

Tanzen zu den schwungvollen und betörenden Instrumentalstücken "Moonlight Serenade" und "In The Mood" von Glenn Miller (... immer noch bewegend ... )
In der Dunkelheit spät abends auf Pippi Langstrumpf Schatzsuche in den Mysterien leer stehender Abrisshäuser.

Wohnungsgroßbaustelle nebenan. Der angenehme Geruch von feuchtem Mörtel.
Errichten eines kleinen Steinhäuschens zusammen mit meinen Freunden Mike und Lothar ... Kalksandstein auf Kalksandstein ... im Winter pausierenden Baubetrieb ... gemütliche Wärme durch offene Feuerstelle ...
Bau von geräumigen Iglus in schneereicher Kälte ...
Inbesitznahme und Einrichtung alter Autos zur Sommerresidenz ...

Unheimliche Nächte plötzlich blinkender Leuchten.
Ein gespielter Mord ... auf dem Bett liegend ... ein Messer im Bauch ... blutdurchtränkte Bluse ...
Schlammschlachten in einem bayrischen Torfmoor.
Zuviel Schaum zu zweit in überlaufender Badewanne ... Luftnot vor Lachen ...

Bassgitarre, eine Sammlung ausrangierter Spielautomaten und wundervolle Stereomusik im ausgebauten Keller meines Bruders ... „Switched On Bach” von Walter Carlos und „Venus And Mars“ von Wings ... Träume unter Kopfhörern ...

Einen großen Spiegel unter das Kinn haltend die Wohnungsdecke entlang schweben ...

Viele Reisen im Auto vom Westen im Osten durch den Osten in den Westen und zurück ...
kontrolliertes Ausbauen der Rückbank ... was für ein aufregendes, heimeliges Chaos ... damals ... Regenwetter ... Pflasterstraßen und Zerfall ...

Frühlingsrolle beim Geburtstag von Eljie (... ich hoffe, ich erinnere den Namen noch korrekt ...) ... ungewohnt ...
Freie Unterrichtsstunden im Werken und Gestalten Keller der Grundschule ... Filme anschauen ... „Mon Oncle" von Jacques Tati ... und der Zeichentrickfilm "Les aventures de Tintin“ ...

Gemischtwarenladen drei Straßen entfernt von zu Haus ... erstes selbst erstöbertes und erworbenes Buch – acht Jahre nach dem ersten Schrei – "Raumschiff Monitor" ... dann ... die beindruckende Trilogie "The Tripods" ... Feuer entfacht ...

Der wunderbare Geruch bedruckten Papiers ... entführende Einbände, Layout und Grafik zum satt sehen ... die Magie des Geschriebenen ...
Später: "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" und "Warten bis der Frieden kommt" ... und immer mehr ...

Schullandheim; endlose, erschöpfende Wanderungen ... des Weges im Wahn des sinkenden Zuckerspiegels zusammen mit drei Mädchen das gemeinsame Ausdenken grotesker Gedichte ...
Sand im Bauchnabel ...

Erste naturalistische Porträtzeichnungen in Bleistift ... nach Fotografien ...
Klavierunterricht ... Anstrengung ohne Ende ... falscher Lehrer ... falsche Methode ...

Witzeln und Lachanfälle während des Schulunterrichts ... verärgertes Lehrpersonal ...
Gebannt „The last man alive“ lauschend ... im Deutsch Unterricht vorgelesen vom Englisch Lehrer ... in deutscher Übersetzung damals („Die grüne Wolke“) ...
Eine abgefahrene und faszinierende Story ... mit wundervoll schrägen Illustrationen ...
(... ich muss das noch einmal im Original lesen ... )

Verfassen von Hörspielen mit verteilten Rollen nach Taschenbüchern in der Art von Drehbüchern, aufgenommen mit einfachen Kassettenrecordern und Mischpulten (... was damals verfügbar war ... keinerlei Computer ...).

Alice Coopers "Dead Babies" als Hintergrundmusik zur Vertonung eines gruseligen Romans über eine zum Leben erweckte böse Puppe oder so ... well ... completely not understanding the lyrics back than ... just acknowledging the subtle horror of the music.

„Monty Python“ ... „The Adams Family“ ...
Und irgendwas mit Polly im Titel: eine absurde Fernsehsendung in einem Winter Anfang der 70er ...
(... Google fördert zu viel Unsinn zu Tage ...)
In jedem Fall Kusinchen und Lachkrämpfe ohne Ende ... Bauchschmerzen.


Kindheit III, Schulzeit II und Jugend

Ferienreisen nach Jugoslawien ... Akazienduft ... schweißtreibende Hitze ... Steinstrände ... glasklare Adria ... Bootsfahrten mit der Familie ... Krka Wasserfälle ... treibend zwischen Süß- und Salzwasser ... abends am Hafen der Duft von Spanferkel und Meer (... well ... aus heutiger Sicht finde ich es völlig pervers beim Geruch von halb verkohlten Tierkörpern von „Duft“ zu sprechen ...) ... Holzschnitzereien feilschen ... verliebt in Branca ... ein Hauch von Paradies ... damals ...

Zusammen mit meinem Cousin abends beim Minigolf spielen ... das Zirpen der Grillen und um die 50 Schläge um einen Ball ins Loch zu bekommen ... vor lauter Albern in die Hosen pieseln ... Lache(n) auf der Bahn ...
( ... ich schreib mich hier um Kopf und Kragen ... )

Bilderstorys über Abenteuer von Actionteam Puppen aufgenommen mit einer kleinen Ritsch-Ratsch Agfamatic Kamera.

Schöpfergleiche Gefühle beim Entwickeln erster Computerprogramme in der Oberschule ... Grafiken und Animationen auf den Bildschirm bannen alleine durch Eingabe von Wörtern und Zahlen.
Etwas aus der reinen Abstraktion zum Scheinleben erwecken.

Erste Malereien in Öl ... ein Portrait meines Neffen im Babyalter ...
"La Création" ... (...welch ein Kitsch ...) ...
Ich liebe den Geruch von Ölfarbe ... (... doch mit Graphitstift und Pastellkreide komme ich besser zurecht ... es ist ... direkter ... für mich jedenfalls ...)

Filmen und Fotografieren ... das "um einen herum" einfangen ... versinken in der durch das Okular beobachten Bewegung der Landschaft durch die eigene Bewegung in der Landschaft ...

Immer wieder der Versuch zu schreiben ... zu wenig Disziplin ...

Kreation von bemalten T-Shirts ... "Aladdin Sane" Plattencover und strange geometries ...

Meine erste Spiegelreflexkamera. (... eine leichte Häufung des Wortes „erste“ ...)

Das spannende Entwickeln von S/W Aufnahmen (... so etwa Mitte der Siebziger bis Ende der Achtziger ...) ... ein beinahe religiöses Prozedere ... Negativentwicklung im stockdunklen Raum ... Rotlicht, Vergrößerer, Entwicklungsschalen ... Entwickler-, Fixier- und Barytgeruch ... Haptik ... das direkte mit den Dingen hantieren ... Bilder die wie durch Magie sichtbar werden auf kurz zuvor noch weißem Papier ... Bilder die zuerst noch etwas ganz Anderes scheinen als sich dann langsam entwickelt ...

Fotografien, Montagen und Experimentelle Super-8 Kurzfilme von explodierenden Styroporverpackungen und Weltraumabenteuern in mit Gips und alter Zeitung auf Holzplatte gebauten Mondlandschaften.
Dreh und Schnitt des absurden Klischee Öko-Frühstück Super-8 Kurzfilms "Müsli Ritter" in der Film AG der Schule ... Eisenstein Produktion ...

Stupide aber meditative Ferienjobs in der heißen Schwüle der Schaumkussfabrik ... greifen ... packen ... greifen ... packen ... greifen ... packen ... greifen ... packen ... Ideen meditieren ...

Mehrere kleine freie Kompositionen am Klavier ... „Dancing Knives and Forks“ ...
Zelt- und Fahrradtour nach Dänemark mit der Klicke ... Zwischenstopp auf der „Kinderfarm Ponyhof“ in Norddeich ...

Schock eines Winter Morgens ... Radio Nachrichten ... Benommenheit ... John Lennon ermordet ... ungespielt ...

Reiseberichttagebuch: Irland Zelturlaub mit vier Schulfreunden ... Spaghetti im Regen ... stürmische Nacht ... volljährig im triefend durchnässten Sommerzelt ... Besuch bei einem Schulkameraden und seiner Familie ... Hitze und Midges im Killarney Nationalpark ...

Lesen, lesen, lesen ... Grass, Lenz, Böll, Rinser, Genet, Richter ... unzählige SF Taschenbücher und Heftserien ...

Großformatige surreale Pastellmalereien und Bleistiftzeichnungen beeinflusst und getrieben durch die eindringliche Musik von Sparks, Kate Bush, Bowie, Wings, Tom Waits, Patti Smith, Eno, Television, Dire Straits, Violent Femmes, Unknown Gender, Peter Hammill, Walter Carlos (Bach) (... inzwischen Wendy Carlos ...), Tomita (Mussorgski) ...

Gefühlswelten ... irgendwie ... wieder und wieder ...

Und dann war da noch ... Zardoz ...für immer verbunden mit Beethoven, Sinfonie Nr. 7, op. 92, Satz 2 ... Dimensionen überspannend ... Verstand und Seele berührend ... unbeschreiblich ...

Und schreiben erneut ... eine Art individual anarchistisches Tagebuch ... im stinkenden Wintersmog Berlin ... geheime Flucht nach Irland, Dún Chaoin, Dingle Peninsula ... eine Fähre in stürmischer Nacht ... mehr unter als über Wasser...
Drei Monate ohne Strom und fließend Heißwasser ... statt dessen Porridge und Guinness (... nein, zu der Zeit trank ich noch keinen Alkohol ... und Kaffe habe ich nur zwischen 2004 und 2009 exzessiv getrunken ... Guinness kam erst viel später ...).

1000 km betörende Sommerfahrradtour nach Paris über Holland und Belgien zusammen mit einem Schulfreund.
Per Anhalter nach Italien ... verregnete Nacht unter Orangenbäumen ... traurige Zugfahrt durch die Alpen ...

Umbau, Ausbau und Renovierung einer Wohnung ... Bäder und WCs von Großmamas Weddinger Kneipe fliesen ... den Boden der Schaumkuss Fabrik fliesen ... Fliesen neben Fliesen ... Fliesen über Fliesen ... Praktikum für das was folgt.


Studium I

Architekturstudium an der TU Berlin ... entwerfen, zeichnen, Modelle bauen ... gestohlene großformatige, kolorierte Perspektivzeichnungen eines Semesterprojekts ... (... wer mag die jetzt besitzen ...)
Mehrsemestrige Kurse in Zeichnen und Malen bei Matthias Köppel, Darstellender Geometrie und Plastischem Gestalten ...
Erneut Frankreich ... Paris ... auf Fotosafari in La Défense ...

AutoCad ... CAD am Computer (... wo sonst ... ) ...
Die Eleganz der Programmiersprache C ...

Ein russisches Atomkraftwerk explodiert ... Schuhe draußen lassen ... Regen macht Angst ... Unbehagen ... Realität ...

Tutor mit Lehraufgaben am Institut für Tragwerkslehre ...
1:50 Modell einer Bootshalle in Holztragwerkkonstruktion ...
(... warum erwähne ich dies hier? Um jetzt schreiben zu können, dass da noch viel mehr Modelle waren und das die konzentrierte planende und schaffende Tätigkeit an diesen Modellen ... berauschend war ... ebenso wie die Lehrtätigkeit ... sehr lehrreich ...)

Entwurf und Bauantrag für ein zu realisierendes kleines halb frei stehendes Einfamilienhaus in Berlin-Reinickendorf.
(... nein, nicht für mich ... ich kann mit immobilem Eigentum nichts anfangen ...)


Studium II, Erwerbstätigkeit und darüber hinaus

Anstellung in einem Architektenbüro in der Wielandstraße 13 ... „Pechtold, Ruprecht, Schlicht, Schulze-Rohr „... harte Zeichenarbeit und seeeehr viel Spaß ... Einführung von IT und CAD ins Büro.

Mitten drin überrascht Russland ... eine Mauer und eine Regierung fallen ... plopp ... einfach so durchs „Brandenburger Tor“ spazieren ... unwirklich ... Neuzeit ... Umland erobern.

Räumung der mit Asbest verseuchten Architekturfakultät ... Schutzanzug und Schleuse ... Umzug ...
Tragischer Tod durch einen Elch ... auch dieser tot ...

Diplomarbeit bei Prof. Schmidt-Thomsen „Die Rummelsburger Bucht, städtebauliches Konzept und Bauanlagen“ mit Detaillierung exemplarischer Gebäude, zusammen mit Jörg Schmiedekind.
Drei intensive Monate in einem halb ausgebautem Dachraum in Berlin Kreuzberg in der Monumentenstraße.
Materieller Output neben vielen Zeichnungen der Bau eines das Planungsgebiet umfassenden virtuellen 3D Draht/Flächen Modells mit AutoCad auf einem 486er und eines ca. 3m2 großen städtebaulichen Styrodur Modells (... jupp, noch ein Modell ...) im Maßstab 1:1000.

Weiterbeschäftigung bei „PRSSR“ ... 2 Jahre später Wechsel und Anstellung im Büro „Nalbach Architekten“ ... CAD und Werkplanung ...

Kurz darauf folgt der nächste Schritt in die Selbständigkeit.
Architekten Schmiedekind Wolfsegger GbR ... CAD Dienstleistungen ... Macs und erste Tintenstrahlplotter ... HP DesignJet 650c und HP DesignJet 600 ... und ... eine Olympus Camedia C-1400 XL ... was den Einsatz von Bildmaterial am Computer sehr vereinfachte ...
Wettbewerbe ... Wettbewerbe ... Wettbewerbe ...
Realisierung erster Websites 1995 – für unser Büro und für mich.

Auftragswerk für die WISTA Berlin Adlershof.
Mit Photoshop erstellte gestaltete Collage von Fotografien aktueller Forschungsgebäude des WISTA.
Wahrscheinlich der erste Druck auf Büttenpapier mit einem DesignJet ... die Farben werden nun schon verblasst sein (... da sie damals weder auf Farbechtheit ausgelegt waren noch dazu gedacht „Fine Art“ Prints zu erstellen, im Gegensatz zur heute verfügbaren Technik ...) ... weitere großformatige Drucke vom am Rechner verfremdeten Fotografien ... (... was war das damals für ein Vergnügen, das spannende neuartige transformieren durch komplexes kombinieren von Filtern und Effekten, Überlagern, Subtraktion, Addition ... bis das Bild die zufriedenstellende Stimmung hatte ...)

Entwicklung und Programmierung einer Projektverwaltung für das Büro.
Dichtung lyrischer Assoziationen.
Verwirklichung der interaktiven, multimedialen und dynamisch generierten Fun-Website "Eiersalat und Olivenöl" zusammen mit einem Gleichgesinnten (... hi Oliver ... ).
Musik, Texte, Bilder, Animationen ... ein kalendarisches Blog mit Kommentarfunktion zu einer Zeit als die ersten Blogs noch nicht wirklich so hießen (... hi Carola ...) ... ein kleines soziales Netzwerk in der Art wie sie damals dezentral existierten ...
Oliver übersetzt „Les Shadoks“ ...
Ich übersetze „ Jagged Little Pill“ ...

Erneuter Versuch zu schreiben ... eine fantastische Novelle ... die erneut in einer Sackgasse verläuft ... (... hier fehlt sie noch, die Gewissheit was wie wo weshalb warum ...)

Weiterbildung im Bereich Multimediaproduzent.
Entwicklung der Website für das Hackesche Höfe Filmtheater Berlin mit Programmvorschau, Auswahl und Ticketbestellung.

... Erneuter Wechsel ...

Anstellung als Programmierer und Administrator in der Berliner Multimediaagentur „interactive tools“.
Tief versunken in einer anderen Art Kreativität ... Programmentwurf und Kodierung.

... 9/11 ... kein Ende des Wahnsinns ...

Freier IT Consultant bis heute.

Just for Fun One-Man Dreh der subjektiv dokumentarischen Kurzfilmcollage "A Bite Into C – A monitored Life" auf der CeBit 2003 ... aufgenommen mit einer digitalen Filmkamera ... Schnitt und Bearbeitung am PC ... musikalische Untermalung mit frei erfundenen, arrangierten und eingespielten Midi Kompositionen am Korg.
Ausstrahlung im Offenen Kanal Berlin.

Ein faszinierendes, eigen artiges und merk würdiges Jahr und Mehr in Kenya ... Nairobi ... Rosslyn ... Runda ... das ich nicht vergessen werde noch werde ich dich vergessen.

IT Projekte in München, Köln, Berlin und Nürnberg.

Sehr viel fotografiert mit meiner Nikon D200 und präsentiert in der FC ... schönes, witziges, sprechendes ... aber nicht zufriedenstellend ... warum nur ... ebenso wie früher meine Malerei ...

Lesen, lesen, lesen ... angloamerikanische Literatur im Original und englische Übersetzungen ...
Murakami, John Crowley, Tad Williams, Minette Walters, Crichton, Gregory David Roberts, Bolano, Hanif, Ishiguro, Boyle, Swarup, Irving, Cory Doctorow, McEwan, Niven, Franzen ...

Überwindung meiner Zeichenhemmung durch Verwirklichung von Vorstellungen vom Zeichnen und Malen die schon seit längerem in mir schlafen.
Beginn einer 7 Blätter umfassenden Serie parallel entstehender freier und intuitiver poetischer Graphitzeichnungen oder eher Graphitmalereien ... let it flow ... zwanzig Jahre nach der letzten surrealen (... ? ...) Pastellzeichnung … Bewegung 23 ... im Hintergrund alte und aktuelle Klänge von Sparks, Bush, Bowie, Eno, Muse, Radiohead, Wings, Waits, Sigur Ros, ...

Zwanzig Jahre in denen meine Kinder erwachsen wurden, Menschen sich veränderten, Beziehungen zerbrachen ... eine Stadt mutierte ...

Verzicht auf Fleisch (... aber kein Vegetarier ...)

Realisierung der Konzeptwebsite „BerHWolf – Fotografie und Zeichnung“ ... für die online Ausstellung meiner gestalterischen Arbeiten ... diese Website hier ...
Zu Beginn noch gegenständliche Fotografien aus den letzten Jahren zeigend ... wiederholtes verschieben des Termins für die Präsentation der bis jetzt noch nicht fertig gestellten Zeichnungen ... brauche mehr Zeit ...

Erkenntnisflash (... was, wie, wo ... what the f...?! ... Flachlasche? Telefon? Postkutsche? ...) ... oder Befreiungsblitz ... oder ... und in Folge endlich die Gewissheit was und wie ich fotografieren möchte ... ähnlich dem Erlebnis in Bezug auf meine Zeichnungen ...

Abstrakte Fotografie ... Transformierende Fotografie ... Entfesselte Fotografie ...
(... mehr dazu unter „Einblick“ ...)

What‘s next ...
(... living, photographing, exhibiting, finishing the drawings ...)


Bernd H. Wolfsegger

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